Schule fertig! Und dann ...?
- Schülerzeitung
- 4 hours ago
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Ein Beitrag unserer Redakteurin Charlotte Ohlerich

In ein paar Jahren oder vielleicht auch weniger seid ihr fertig mit der Schule. Aber was kommt dann? Wie entscheidet ihr euch, womit ihr die nächsten Jahre eures Lebens verbringen wollt? Wollt ihr studieren, reisen, ein FSJ oder doch eine Lehre machen?
Diesen Fragen müssen wir uns alle irgendwann stellen.
Wir haben David Sagi interviewt, einen ehemaligen Schüler des SMGs, der 2023 Abitur gemacht hat und jetzt im fünften Semester Medizin studiert.
Er erzählt uns, wie er zu dieser Entscheidung gekommen ist und welche Tipps er für alle hat, die noch nicht wissen, was nach dem ABI für sie kommt.
(im Weiteren steht „D“ für David Sagi und „SZ“ für Schülerzeitung)
SZ: Wie bist du darauf gekommen, Medizin zu studieren?
D: Bei mir war das ein sehr langer Prozess, herauszufinden, dass ich das machen will. Ich war niemand der schon seit der 5. Klasse wusste, was er machen möchte. Ich habe in der Oberstufe irgendwann mal darüber nachgedacht: Was interessiert mich? Und was sind meine Anforderungen an die Arbeit? Dadurch bin ich auf die Medizin gekommen, habe ein Praktikum gemacht und gemerkt das es das ist, was ich weiter machen möchte.
SZ: Hast du denn deine LKs darauf ausgelegt, dass du Medizin studieren willst?
D: Nein überhaupt nicht! Vor allem, wenn man Medizin studieren will, muss ja der Notendurchschnitt sehr gut sein. Deshalb ist es besser, wenn man bei der Fächerauswahl nach dem geht, was man gut kann. Obwohl ich im Nachhinein wahrscheinlich noch Chemie gewählt hätte, weil es dann doch sehr nervig war, das alles noch nachzuholen.
SZ: Und hast du Praktika gemacht, die dich auf das Studium gezielt vorbereiten?
D: Ja, dass muss man sogar, wenn man Medizin studieren will. Und ich denke, das ist auch superwichtig, damit man einen Einblick bekommt, wie das dann später wird.
SZ: In welche Richtung soll es denn dann für dich gehen? Es gibt in der Medizin ja unheimlich viele Möglichkeiten.
D: Ursprünglich Chirurgie, aber meine Docktorarbeit, auf die ich jetzt hinarbeite, wird wahrscheinlich eher in Richtung Onkologie, also Krebsforschung gehen.
SZ: Welche Tipps hast du für Leute, die noch nicht wissen, was sie machen wollen?
D: Erstmal Chillen! Ich denke, viele machen sich da zu viel Stress. Ich habe in meinem Studiengang auch viele Leute, die erst etwas später angefangen haben zu studieren. Außerdem denke ich, dass es das Beste ist, einfach mal was auszuprobieren. Ich habe zum Beispiel super viele Listen geschrieben mit Anforderungen und Ausschlusskriterien für einen zukünftigen Job. Das hat mir sehr geholfen, einen Überblick zu bekommen. Viele Informationen findet man auch im Netz oder sogar bei der ARD, wo ich z. B. eine Sendung empfehlen kann, die heißt „Lohnt sich das?“.
Ansonsten: Seid offen! Partizipiert! Lernt Leute kennen! Vielleicht auch mal was ausprobieren und ein Praktikum machen!
SZ: Vielen Dank für die vielen Tipps. Wir wünschen Dir noch weiterhin viel Spaß und Erfolg.




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