FAST FASHION: WAS STECKT WIRKLICH DAHINTER
- Schülerzeitung
- 7 hours ago
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Ein Beitrag unserer Redakteurin Luna Haque
Wahrscheinlich kennen die meisten von euch Zara, Shein oder H&M. Aber ist diese Mode wirklich so toll oder doch ein großes Problem?
In diesem Artikel sehen wir uns die Fast-Fashion-Industrie genauer an und beschäftigen uns damit, was wirklich hinter jedem 5 Euro T-Shirt steckt.

Was bedeutet Fast Fashion überhaupt ?
Fast Fashion bedeutet übersetzt so viel wie: Schnelle Mode. Das beschreibt das Geschäftsmodell vieler Modeketten, wie zum Beispiel Shein oder Zara. Diese Marken sind so beliebt, da sie trendige Mode für einen niedrigen Preis anbieten.
Fast-Fashion-Ketten reagieren auf jeden Trend. Gerade Plattformen wie Shein kopieren Kollektionen anderer Marken und verkaufen die Kleidungsstücke für deutlich weniger Geld.
Da Trends oft nur kurz anhalten, entsteht nahezu jeden Monat eine neue Kollektion (daher Fast Fashion genannt). Das klingt erstmal nach einer guten Idee. Egal welchen Trend es gibt, man kann ihn sich immer selbst für sehr wenig Geld nachkaufen.
Doch was steckt hinter den niedrigen Preisen ?
Damit Fast Fashion Firmen ihre Kleidungsstücke so billig verkaufen können, werden keine Arbeitsbedingungen eingehalten. Die Arbeiter werden schlecht bezahlt und arbeiten oft bis zu 16 Stunden am Tag, ohne von ihrem Gehalt leben zu können. Oft müssen deshalb auch Kinder arbeiten und können währenddessen nicht in die Schule gehen.
Auch für die Umwelt hat Fast Fashion schreckliche Folgen. Klamotten werden oft aus billigem Material hergestellt. Im Umkehrschluss bedeutet das, der Stoff geht schnell kaputt. Wenn das passiert, wird das Kleidungsstück entsorgt und es entsteht Müll. Natürlich passiert das nicht nur einmal sondern Millionen Mal am Tag. Das Ergebnis? Riesig Müllberge!
Doch das ist nicht alles. Es gibt noch viel mehr Probleme, die durch Fast Fashion entstehen:
Pro Baumwoll-T-Shirt werden ca. 2.700 Liter Süßwasser benötigt - davon könnte ein Mensch ungefähr 2,5 Jahre leben. Das führt zu verstärktem Wassermangel und sogar zu Krankheiten da es für die dort lebenden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser gibt.
Was kannst du jetzt tun?
Oft ist es schwer zwischen Fast Fashion und nachhaltiger Mode zu unterscheiden. Wenn man nachhaltige neue Mode kaufen möchte, sollte man auf die Kleidungssiegel achten. Folgende Kleidungssiegel stellen ihre Klamotten fair her (nach eigenen Angaben): Fairtrade, Blauer Engel oder das Gots-Siegel.
Eine Alternative zu neuer Mode ist gebraucht kaufen zum Beispiel mit Apps wie Vinted, aber auch in Second-Hand Läden oder auf Flohmärkten. Dort bekommt man bereits getragene Klamotten für sehr viel weniger Geld. Dadurch werden alte Kleidungsstücke wieder verwendet und es entsteht kein „neuer Müll“.
Also, wenn du das nächste Mal einkaufen gehst, überleg dir vorher, ob du das T-Shirt von Zara oder H&M wirklich brauchst. Stattdessen könntest du in lokalen Second-Hand Läden vorbeischauen - sogar hier in Ingelheim gibt es zwei davon.




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